Arbeit bzw. Dienstzeit von Primus Truber

Obwohl Trubar erst 19 Jahre alt war, hat ihm der Bischof Bonomo 1527 sein erstes Pfarramt zugeteilt. Der Dienst als Pfarrer war aber kurz, weil sich Trubar lieber für die Fortführung des Religionstudiums in Wien entschieden hat.

Die Einbrüche von Türken waren in der Zeit sehr häufig, so dass die Schule in der Trubar ausgebildet wurde, geschlossen wurde.

Der Bischof Bonomo hat Trubar 1530 zum Vikar in Laško ernannt. In Laško hat Trubar gelehrt und gepredigt so wie er ausgebildet war und wie es sein Gewissen verlangt hat, also nach der Lehre von Erazem von Rotterdam, womit die Gemeinde nicht zufrieden war.

Wegen diesen Meinungsverschiedenheiten ist Trubar nach Ljubljana gegangen, wo er im Dom gepredigt hat. In den Predigten hat er die Lehre von Martin Luther und die Erklärungen der Bibel von Bullinger und Pellican verkündigt. Aus diesem Grund wurde er 1540 aus dem Land Krain aus der Landeshauptstadt vertrieben.

Danach ist er zu Bischof Bonomo in Triest gegangen, wo er slowenischer Prediger und Bischofs privater Sekretär geworden ist. Bischof Bonomo hat bei dem laibacher Bischof Kacijanar erreicht, dass Trubar schon 1542 nach Ljubljana als Domherr (Domkapitular) und Prediger in den Dom zurückkehren durfte.

Schon bald hat Trubar endgültig seine Sprache geformt und sich zum guten Prediger entwickelt. Seine Anhänger waren vor allem die Adeligen und Bürger. Im Jahre 1543 wurde in Ljubljana der neue Bischof Tekstor, der als eifriger Katholik und Gegner von Protestanten bekannt war, geweiht.

Trubar wurde mit einem Erlass im Jahr 1547 als Vikar nach Štentjernej versetzt. Weil Trubar erfahren hat, dass die Versetzung nur Schein war und dass man ihn los werden wollte, ist er nach Deutschland geflohen, zuerst in die Stadt Nürnberg.

Aus Nürnberg ist er nach Rothenburg ob der Tauber gegangen ist, wo er die Arbeit als zweiter Prediger bekommen hat.

Im Jahr 1551 hat er den Pfarerramt in Kempten zugeteilt bekommen. Im Jahr 1560 hat er einen neues Pfarramt in Urach bekommen.

In der Zeit Trubar`s Abwesenheit aus Slowenien, hat sich vor allem in der Oberschicht der Protestantismus gefestigt. Um die protestantische Kirche gut organisieren zu können, wurde ein erfahrener Mann gebraucht un so wurde Trubar als Mitarbeiter eingeladen.

Trubar ist im Jahr 1561 nach Slowenien zurückgekehrt, wo er einen überwältigenden Empfang erlebt hat. In kürzester Zeit hat Trubar erreicht, dass in allen grösseren Städten protestanische Prediger eingestellt wurden.

Nachdem er das erreicht hat, ist Trubar nach Urach zurückgekehrt. Im Jahr 1562 ist er als protestanischer Dekan nach Ljubljana zurückgekommen.

Im Jahr 1564 wurde er verurteilt und aus Ljubljana vertrieben, weil sein Buch »Cerkvena ordnunga«, die im Jahr 1564 erschienen ist, das nach Meinung des Landesfürstes seine Rechte angegriffen hat.

Nach der Vertreibung hat er sich in Derendingen in Deutschland niedergelassen, wo er auch die meiste Zeit bis zu seinem Todt gelebt hat. Kurz vor dem Tod ist er 1567 für kurze Zeit nach Slowenien zurückgekehrt.

Truber ist am 28. Juni 1586 im Ort Derendingen gestorben und ist dort auch begraben.